Ummah
Zum Islam gehört nicht nur Gottesdienst, sondern auch Gemeinschaft. Jeder Muslim und jede Muslimin ist dazu aufgerufen, sich in verschiedenster Art und Weise in der Ummah, der islamischen Gemeinschaft, zu engagieren. Dieses „Commitment“ kann manchmal schwerfallen, denn es bedeutet unter anderem auch, sich Speis und Trank mit anderen zu teilen, den Schlafplatz nicht für sich allein zu haben, Dinge miteinander zu teilen, anderen Gastfreundschaft zu erweisen, sich Respekt, Geduld und Liebe entgegenzubringen. Das Gemeinschaftsgefühl ist jedoch im Wesentlichen bereichernd: Hierdurch erhält man Unterstützung durch andere. Es werden auch Freud und Leid geteilt und die Gebetszeremonien und gemeinsamen Azkar (Gott gedenken) sind dadurch oft mit stärkerer Intensität und mehr Freude verbunden. Der Prophet sagte dazu: "Gewöhnlich empfindest du die Gläubigen in ihrer Barmherzigkeit, Zuneigung und Mitleid zueinander wie deinen Körper: Wenn ein Teil davon leidet, reagiert der ganze Körper mit Schlaflosigkeit und Fieber!" (Buchari)